Im Herzen von Zagreb haben Ehrenamtliche ein Dorf für Straßenkatzen gebaut
In der US-Serie „The Simpsons“ lässt sich Homer immer wieder von Tieren ablenken – mal von einem Hund, der einen Schinken geklaut hat, mal von einem Eichhörnchen. Ich fühle das. Wenn ich im Alltag irgendwo ein Tier sehe, fliegt bei mir eine Sicherung raus: Instantgrinser und Tunnelblick. So geschehen, als ich vor kurzem in der Innenstadt von Zagreb diese Straßenkatze gesehen habe.

Der schwarz-weiße Zausel war nicht allein. Seine Kumpel lagen rechts und links der Treppe, die vom Tourist:innenkiez zur Burg Medvedgrad führt. Ein paar offensichtlich sehr engagierte, ehrenamtliche Bauarbeiter:innen – nein, Miauarbeiter:innen – haben dort für ca. 30 Straßenkatzen kleine, bunte Holzhäuschen aufgestellt. Die Häuschen sind mit Stroh ausgelegt. Auf den Dächern hängen Schindeln mit den Namen der Bewohner:innen. Mitten im Katzendorf steht eine Katzenfutterbar.

„Miceki iz centra“ beschreibt sich selbst auf whydonate.com als „a quiet, caring force working every day to make life better for those who can’t ask for help: our stray cats“. Tierschutz wird laut VETO (Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen) in Kroatien nicht allzu groß geschrieben. Umso großartiger finde ich das Katzendorf von „Miceki iz centra“. Es ist nicht nur ein Refugium für Straßenkatzen und ein herrliches Beispiel für unaufgeregtes, anpackendes Engagement, sondern auch ein kleines Denkmal fürs Miteinander von Mensch und Tier.
Wenn du das Projekt unterstützen möchtest, schau hier vorbei. Auf Instagram erzähle ich regelmäßig kurze Tiergeschichten. Für den Fall, dass es dir ähnlich geht, wie Homer Simpson und mir.