Protest Graz

BlitZlide – Einwickeln und Outsourcen

Selten hat ein Thema den Nerv meines Blogs so getroffen wie die geplanten Kürzungen des steirischen Landesbudgets. Als Journalismus-Student, engagierter Jugendlicher und Kunstschaffender sehe ich mich der willkürlichen Finanzpolitik dreifach ausgesetzt.

Selten hat ein Thema den Nerv meines Blogs so getroffen wie die geplanten Kürzungen des steirischen Landesbudgets. Als Journalismus-Student, engagierter Jugendlicher und Kunstschaffender sehe ich mich der willkürlichen Finanzpolitik dreifach ausgesetzt. Damit ich mich nicht in unqualifiziertem Geschwafel über die steirische Landespolitik verliere, verweise ich an dieser Stelle auf einen Artikel des deutschen Journalisten Norbert Mappes-Niediek auf falter.at, der die brenzliche Lage meiner Meinung nach klar auf den Punkt bringt. Wie so oft bei strittigen politischen Entscheidungen stellt sich die Frage: Was kann man als Einzelner dagegen unternehmen? Wie bewegt man etwas und wie erreicht man die Entscheidungsträger? Etwa Zehntausend sind gestern auf die Grazer Straßen gegangen, um lautstark ihre Meinung kundzutun.
Ärgerlich dabei ist, dass die österreichischen Kommunisten und die Grünen sich den bürgerlichen Aktivismus auf die eigenen Fahnen heften und austauschbare Parolen wie “Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut” in die Menge brüllen. Nichtsdestotrotz sind derartige Märsche eine legitime und durchaus gebräuchliche Form des Protests.
Ich persönlich entscheide mich für eine andere Form des Protests und unterstütze damit den Grundgedanken der überparteilichen Plattform25. Betroffene aus den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens äußern sich dort authentisch zu ihrem eigenen Schicksal. Verpackt man dieses Schicksal kompakt und auf originelle Art und Weise, erreicht man im besten Fall andere, motiviert sie womöglich sich kreativ für sich selbst einzusetzen.
Zusammen mit Martin Gutzelnig, Betriebsratsvorsitzenden der FH Joanneum starte ich ein BlitZlide-Projekt zu den geplanten Kürzungen im Bildungswesen (Eine Erläuterung zu blitzartigen Slideshows gibt es hier). Wir werden sehen ob andere Institutionen unserem originellen Schicksalsvortrag im Sinne von Protest 2.0 folgen und sich motivieren lassen.

Ich weiß was, was du nicht weißt.
Weiliewei

  • Pingback: BlitZlide « Andrea Stift
    • Vielen Dank für deinen Beitrag Andrea. Die Bezeichnung “Multitalent” finde ich ausgezeichnet. Kulturchef der Kleinen Zeitung, Frido Hütter, hat mir vor kurzem bestätigt, dass Menschen, die für alles offen sind, nicht ganz dicht sein können. In diesem Sinne: Ein Hoch auf die kreativ Undichten – Vielleicht finden sich ja noch mehr interessierte, die Blitze abfeuern wollen 🙂

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