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A Mag – Mehr als ein Magazin

Weil ich weiß, dass es genug junge Medienspezis gibt, die Bock haben, ihr eigenes Magazin herauszubringen, stelle ich etwas ganz besonderes vor: A Magazine. Der Name hält in diesem Fall nicht, was er verspricht. A Mag ist weit mehr als nur ein Magazin. Es ist Neugier, Experimentierfreudigkeit, Tellerrandlecken und Liebe zum Detail. Es ist der Beweis dafür, dass man sich nix scheißen darf, wenn man in der Medienbranche etwas ganz eigenes auf die Beine stellen möchte.

Hinter A Mag stecken drei verrückte Teufel: Markus, Andreas und Christoph. Vor knapp einem Jahr sind sie mit ihrer ersten Ausgabe an den Start gegangen. “Endlich mal ehrliche Scheißhaus-Lektüre”, dachte ich mir.

Abseits aller Fäkalwitze und Blödeleien bleibt der Eindruck: die Jungs nehmen ihr Auftreten und ihre Geschichten nicht todernst. Aus jeder Story blinzelt einem der Autor zu, knufft den Leser in die Seite. Das macht das Durchblättern und Schmökern zu einer Riesengaudi.

Inhaltlich holt das A Mag zum Rundumschlag aus. Rezepte, sportliche Selbstversuche, Alltagsg’schichtln, tiefgründige Porträts und noch viel mehr ergeben in Kombination ein herrlich undefinierbares Leseerlebnis. Was lese ich da gerade? Moment mal… Häääh? Ahhh! Nein, doch nicht. Ach leck mich, ich les weiter.

Mittlerweile gibts insgesamt vier Ausgaben vom A Mag. Hier kannst du dir die ersten Drei online anschauen. Stil und Inhalt ziehen sich wie rote Fäden durch jedes Heftl. Sie verleihen dem Ganzen einen sehr starken Wiedererkennungswert. Wie schauts mit der grafischen Aufbereitung aus?

Stellt dir vor, man hätte Nina Hagen getrocknet und auf Papier gebannt – Reize, Reize und noch mehr Reize. Jede einzelne Seite der vier A Mag Ausgaben ist individuell zusammengebastelt und eingefärbt. Dieses Regenbogen-Zickzack-Design ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Hie und da stört es den Lesefluss, an anderen Ecken unterstützt es die Storys ganz ausgezeichnet. Eins steht auf jeden Fall fest: die Jungs vom A Mag lieben Details. Sie werfen dem Leser immer wieder optische Zuckerl zu, die das Durchblättern zum Abenteuer machen. Als Leser bekommt man Lust, zu entdecken. Perfekt!

Neugierig geworden? Kann ich verstehen. Lass mich dem Ganzen noch die Krone aufsetzen. Die A Mag Truppe hat neben ihren persönlichen Storys und Nina Hagen Designs auch herrlich verrückte Online-Ideen zu bieten. So führen die Jungs zum Beispiel Twitter-Interviews mit anderen Magazinen, füttern ihren Blog mit wilden Internetfundstücken und spielen seit neuestem mit Augmented Reality.

Abschließend bleibt mir eigentlich nur zu sagen: Hut ab, liebe A Mag Redaktion. Ihr habt etwas geschaffen, das unter Garantie viele junge Medienmenschen inspiriert, etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Bitte macht weiter so!

Ich weiß was, was du nicht weißt.
Weiliewei

UPDATE (19.02.2014)

Die Jungs vom a mag haben sich dem strengen Urteil von Journalismus-Professor Thomas Wolkinger gestellt – gönnt euch diese Blattkritik:

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